Umzugsunternehmen

Umzugsunternehmen
Umzugsunternehmen
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Im Zuge der oftmals geforderten Flexibilität und Mobilität müssen bzw. wollen viele Menschen im Lauf ihres Lebens den Wohnort mindestens ein- oder zweimal wechseln. Ein solcher Umzug ist jedoch mit vielerlei organisatorischen und praktischen Strapazen verbunden. Nicht selten wird erst im unmittelbaren Vorfeld des Umzuges deutlich, wie viel Mobiliar und sonstiger Hausrat sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

Vor diesem Hintergrund wird die professionelle und fachkompetente Hilfe eines guten Umzugsunternehmens als außerordentlich segensreich empfunden. Es ist auch eine mental sehr befreiende und entlastende Komponente, einen Teil des Umzuges an ein Unternehmen delegieren zu können.

Im Kern besteht die Leistung eines Umzugsunternehmens freilich darin, Schränke, Schreibtische, Kommoden, Betten, Regale usw. vom alten Wohnort zum neuen Domizil zu transportieren. Dafür stehen dem Umzugsunternehmen eigene Fahrzeuge zur Verfügung, die für den Privatmann eher schwer handhabbar sind. Zwar ist es möglich, sich kleinere Busse und vergleichbare Kraftfahrzeuge zu mieten; die Steuerung eines solchen, üppig dimensionierten Fahrzeuges gerade über längere Strecken hinweg, ist jedoch ein weiterer, neuralgischer Punkt, den das Umzugsunternehmen übernimmt.

Nach vorheriger Absprache ist es außerdem möglich, dass das Umzugsunternehmen auch kleinere Montagearbeiten in der alten sowie auch in der neuen Wohnung vornimmt. Insbesondere können z.B. Lampen an der Decke entfernt und im neuen Zuhause wieder installiert werden. Dies macht die separate Beiholung eines Elektrikers überflüssig und spart damit für den Umziehenden neben dem eigentlichen Werklohn auch die Anfahrtkosten.

Umzugsunternehmen
© Johanna Mühlbauer

Will man sich hingegen nicht auf ein Umzugsunternehmen verlassen, sondern den Freundeskreis bemühen, kann dies erhebliche Nachteile mit sich bringen. Zum Einen ist gerade der Transport von schweren Möbelstücken (z.B. solchen aus Massivholz) eine so muskelbeanspruchende Tätigkeit, dass man sie Freunden guten Gewissens ohnehin kaum zumuten kann. Wer seinen Sonntag dafür opfert, schwere Sofas durch ein Treppenhaus zu bugsieren und dafür allenfalls mit ein paar beschmierten Brötchen abgespeist wird, der fühlt sich schnell ausgenutzt. Ein Umzugsunternehmen, das demgegenüber auf kommerzieller Basis arbeitet, sorgt für klare Fronten und einvernehmliches geschäftliches Zusammenwirken.

Aber auch, wenn trotz größter Sorgfalt mal ein Schaden am Transportgut entstehen sollte, macht sich der Unterschied zwischen bloßem Freundesdienst und geschäftlich agierendem Umzugsunternehmen bemerkbar. Denn das Umzugsunternehmen kann ohne weitere Komplikationen zivilrechtlich auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Demgegenüber sind Freunde im Rahmen eines so genannten „Gefälligkeitsverhältnisses ohne Rechtsbindungswillen“ tätig geworden und können sich auf einen Haftungsausschluss berufen. Bei kleineren Schäden mag dies zu verschmerzen sein, wenn jedoch mehrere tausend Euro zur Disposition stehen, dann gibt es außer dem finanziellen Schaden oft auch eine verlorene Freundschaft zu beklagen.

Umzugsunternehmen in Deutschland

Umzugskosten. Wie läuft das ab?

Zu hohe Umzugskosten
Zu hohe Umzugskosten
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Der Umzug von einer in die andere Wohnung sollte rechtzeitig geplant werden. Das gilt vor allem dann, wenn nicht auf eigene Faust oder mithilfe von Verwandten, Bekannten und Freunden umgezogen wird, sondern wenn ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragt werden soll. Abgesehen von der Terminierung des Umzugstages selbst wird der Umzug in mehreren Stufen vorbereitet, und das Ergebnis ist dann der verbindliche Kostenvoranschlag als Grundlage für die endgültige Umzugskostenrechnung.

In einem ersten Ortstermin ermittelt der Auftragnehmer das ungefähre Volumen an Möbeln und Hausrat, das transportiert werden soll. Für die Ermittlung der Umzugskosten ist die Lage beider Wohnungen von Bedeutung. In welchem Stockwerk befinden sie sich, wie sind sie zugänglich, kann alles durch das Treppenhaus getragen, oder muss ein Schrägaufzug eingesetzt werden. Wie weit ist die Entfernung von der bisherigen zur zukünftigen Wohnung, müssen Halteverbotszonen eingerichtet respektive beantragt werden. Antworten auf iese und andere organisatorische Fragen haben indirekte Auswirkungen auf die tatsächlichen Umzugskosten. Kalkuliert werden die Umzugskosten in Mannstunden. Wenn der Auftraggeber eine bestimmte Stundenzahl vorgibt, muss der Auftragnehmer dementsprechend mehr Mitarbeiter einplanen; die Zahl der Mannstunden bleibt dadurch unverändert. Das ist dann eine Frage des Personaleinsatzes und der Personalressourcen.Auf die Höhe der Umzugskosten haben auch zusätzliche Dienstleistungen wie Demontage und Montage, Dübeln, Neumöbelaufbau sowie das Entsorgen von Packmaterialien Einlfuss.  von den Kostenarten und deren Höhe her möglichst genau kalkulieren kann, benötigt er umfassende und genaue Informationen.

Ein separater Aspekt ist die Versicherung des Umzugsgutes. Auf der einen Seite steht der tatsächliche Wert, so wie ihn der Auftraggeber angibt, und dem gegenüber steht die begrenzte Haftungssumme des Umzugsunternehmens. Ergibt sich hier eine Unterversicherung, hat der Kunde die Möglichkeit, die Versicherung entweder über das Umzugsunternehmen aufzustocken, oder die verbleibende Differenz für die Grundhaftung selbst zu versichern. Je nach Entfernung zwischen den beiden Wohnstätten kann eine zusätzliche Transportversicherung angebracht sein. Sie beträgt einen bestimmten Promillewert vom angegebenen Wert des Umzugsgutes und wird ebenfalls vom Umzugsunternehmen vermittelt.Jeder seriöse Unternehmer wird deutlich darauf hinweisen, dass die Kalkulation der Umzugskosten das ist, was sie aussagt: eine Kostenermittlung, von der die tatsächlichen Kosten in einigen Bereichen abweichen können. Das gilt auf jeden Fall für die Zahl der Mannstunden. Deren Stundenpreis steht fest, während sich der Stundenaufwand erst während des Umzuges selbst ergibt. Auch hier gilt: je genauer die Angaben sind, umso genauer können die Mannstunden berechnet werden.

Bei der Auftragserteilung wird vor Umzugsbeginn ein vorher vereinbarter Teilbetrag fällig. Der Restbetrag wird nach Ende des Umzuges direkt vor Ort in bar kassiert – je nach Zufriedenheit des Kunden zuzüglich eines angemessenen Trinkgeldes für die Mitarbeiter des Umzugsunternehmens.